Drei Menschen liegen im Bett | © Ham Kris/unsplash

Die richtige Matratze finden – für einen gesunden Schlaf

Pro Nacht werden acht Stunden Schlaf empfohlen. Ob man am nächsten Morgen erholt ist, hängt allerdings nicht nur von der Länge des Schlafens ab, sondern auch von der „Schlafqualität“. Die Matratze spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Latex, Klatschschaum, Taschenfederkern und Boxspringbetten – das Angebot an Matratzen ist riesig. Ebenso wie die Unterschiede in Qualität und Preis. Wie findet man da die geeignete Matratze? Worauf sollte man achten?

Verschiedene Materialien

Der Preis ist nicht als einziges Auswahlkriterium für eine gute Matratze geeignet – teuer muss nicht unbedingt gut sein. Der Preis variiert abhängig von dem Material und der Größe der Matratze, hier spielt auch die Höhe eine Rolle.

Schaumstoffmatratzen sind kostengünstig, die Höhe der Matratzen fängt schon bei wenigen Zentimetern an, der Preis einer Schaumstoffmatratze steigt in der Regel mit zunehmender Höhe dieser. Neben den bekannten Kaltschaummatratzen, werden Viscoschaummatratzen immer beliebter, diese passen sich an die Körperform an. Jedoch verlieren Schaummatratzen mit der Zeit an Form und Stabilität, dies kann sich negativ auf den Schlafkomfort auswirken.

Federkernmatratzen sind meist teurer als Schaummatratzen, sie sind stabiler und passen sich in der Regel nicht so sehr an die Körperform an. Besonders für Menschen mit höherem Körpergewicht sind Federkernmatratzen gut geeignet. Zudem sind Federkernmatratzen atmungsaktiv und weisen eine gute Belüftung auf.

Die Matratze muss zum Schlafenden passen

Die Matratze sollte zu dem oder der Schlafenden passen. Schlafposition, Gewicht und persönliche Wünschen der Person können die Suche eindämmen. Aber auch die ausgiebige Testung der Matratze, bevor diese endgültig gekauft wird, wird von Expert*innen empfohlen.

Fühlt man sich auf der Matratze wohl? Liegt man auch nach längerer Zeit noch bequem? Bilden sich auf der Matratze Einbuchtungen oder ist der Körper optimal gelagert? All das sind Facetten, die beim Matratzenkauf eine Rolle spielen. Um das herauszufinden, kann man bereits im Geschäft eine Weile Probeliegen. Außerdem bieten viele Anbieter ein verlängertes Rückgaberecht an, sodass man die Matratze umtauschen kann, wenn man zuhause merkt, dass die Matratze nicht zu den eigenen Bedürfnissen passt.

Bett | © Greg Rivers/unsplash

Viele Anbieter bieten ein verlängertes Rückgaberecht, sodass man die Matratze auch umtauschen kann, wenn man erst zuhause merkt, dass diese doch nicht passt (Foto: Greg Rivers/unsplash).

Checkliste für den Matratzenkauf

Das Liegegefühl auf einer Matratze hat viel mit dem persönlichen Empfinden zu tun. Manche liegen gerne weich, andere mögen es etwas stabiler. Eine Faustformel für die perfekte Matratze gibt es daher nicht. Dennoch sollten einige Aspekte geprüft werden, wenn man sich für den Kauf einer neuen Matratze entscheidet.

  1. Der Härtegrad

    Standardmäßig wird zwischen drei Härtegraden unterschieden – H1 bis H3. Der Härtegrad H1 eignet sich für Personen bis 60 Kilogramm Körpergewicht, H2 für Menschen bis 80 Kilogramm und H3 für Personen bis 100 Kilogramm. Menschen, die deutlich über 100 Kilogramm wiegen, sollten nach Matratzen des Härtegrades H4 schauen. Allerdings muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass der Härtegrad nicht gesetzlich normiert ist. Daher kann es je nach Hersteller zu Abweichungen kommen.

  2. Die Punktelastizität

    Durch die Punktelastizität gibt eine Matratze nur dort nach, wo der Körper Druck auf die Matratze ausübt. Eine gute Matratze passt sich dem Körper der schlafenden Person an. Dadurch wird die Wirbelsäule entlastet und Verspannungen werden vermieden. Expert*innen im Fachhandel kennen die Unterschiede und können auch beraten, welche Matratze für eine Person mit einer spezifischen Behinderung besonders geeignet ist.

  3. Die Strauchhärte

    Die Strauchhärte bezeichnet die Festigkeit des Schaumstoffs. Auch hier gibt es keine generelle Empfehlung. Welche Strauchhärte geeignet ist, hängt von der schlafenden Person ab – etwa ob die Matratze von Kindern genutzt werden soll, ob die Schlafenden übergewichtig sind oder besondere Anforderungen bezüglich der Lagerung im Bett gegeben sind. Am besten fragt man das Fachpersonal im Handel und probiert unterschiedliche Matratzen aus.

  4. Die Luftzirkulation

    Für die Haltbarkeit einer Matratze ist es wichtig, dass sie gut durchlüftet ist. Hierzu sollte die Matratze nicht mit einer Tagesdecke abgedeckt werden. Auch Zusätzliche Bezüge verhindern die Luftzirkulation. Stattdessen sollte die Matratze über große Griffe verfügen, um sie regelmäßig wenden zu können. Auch ein waschbarer Bezug ist von Vorteil.

Austauschen der Matratze

Wer eine hochwertige Matratze kauft und sie regelmäßig durchlüftet, kann diese lange nutzen und einen guten Schlafkomfort erleben. Nach zirka zehn Jahren wird es jedoch empfohlen auch eine Qualitätsmatratze auszutauschen. Denn selbst wenn die Matratze äußerlich noch gut aussieht, sind Matratzen mit den Jahren nicht mehr so hygienisch wie am Anfang. Durch die Flüssigkeit, die eine Person in der Nacht durch Schwitzen verliert und die sich in der Matratze ansammelt, nehmen Matratzen durch die Jahre auch an Gewicht zu. Das wirkt sich auf die Matratze aus – und letztlich auch auf den Schlafkomfort.


Fehler melden? Jetzt Melden.