Inklusion als Motor für nachhaltigen Erfolg

Inklusion hilft dabei, Vorurteile und Barrieren in den Köpfen von Menschen abzubauen. Es trägt auch dazu bei, dass Menschen mit Behinderung ihre speziellen Fähigkeiten entfalten können. Einige Unternehmen haben diesen Wert erkannt und passende Inklusionsmodelle geschaffen. Sie sind damit ein gutes Beispiel und ein noch besseres Vorbild.

2018 waren knapp 170.000 Unternehmen in Deutschland verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung zu besetzen. Dabei hat sich gezeigt, dass 43.000 von diesen Unternehmen die Option der Ausgleichsabgabe nutzten. Dennoch zeigt sich auch, dass es immer mehr Unternehmen gibt, die zehn oder mehr Mitarbeiter*innen mit Behinderung beschäftigen. 

Unternehmen, die ihre soziale Verantwortung ernst nehmen

So unterschiedlich die Branchen sind, alle Unternehmen, die Menschen mit Behinderungen beschäftigen eint ein Ziel: Die vollständige Teilhabe von allen Menschen am Arbeitsalltag. Damit geben sie ihren Mitarbeitenden die Chance, ihren Beitrag leisten und ein autonomes Leben führen zu können. Darüber hinaus bedeutet dies auch für viele Menschen mit Behinderung soziale Anschlussfähigkeit und Integration in die Gesellschaft.

Gleichzeitig zeigen diese Unternehmen auch auf, das Inklusion nicht nur möglich ist, sondern auch erfolgversprechend sein kann. Dabei geht es in erster Linie nicht allein um den finanziellen Aspekt – Erfolg bedeutet hierbei vielmehr einen positiven Perspektivwechsel zu entwickeln, der die Unternehmenskultur bereichert und durch gelebte Diversität Innovationspotenziale freizulegen. 

Keine Schutzräume – dafür passende Arbeitsplätze

Dabei werden keine Unterschiede im Hinblick auf Leistungen gemacht. Jedes Teammitglied, ob ohne oder mit einer Behinderung übernimmt Verantwortung und trägt seinen Teil für den Erfolg bei. Dabei helfen technische Hilfsmittel, unterstützende Assistenzen sowie andere Arbeitsplatzanpassungen das vorhandene Potenzial der Mitarbeiter*innen mit Behinderung freizusetzen, die Produktivität zu fördern und am Ende des Tages die gleiche Leistung abzurufen wie die Teammitglieder ohne Behinderung. 

Unterstützungsmöglichkeiten, die Inklusion fördern

Jedes Unternehmen, dass Mitarbeitende mit Behinderungen beschäftigen will, kann auf eine große Bandbreite an unterschiedlichen Förderungsmaßnahmen zugreifen. Mitunter mag dies am Anfang etwas verwirrend wirken, da es ziemlich viele Anlaufstellen gibt. Aber es lohnt sich. Von der Beratung, über die Arbeitsplatzgestaltung bis hin zu finanziellem Support bietet jede Institution spezielle Angebote, die genutzt werden können – und sich dadurch langfristig Integrationsprozesse im eigenen Unternehmen immer mehr verselbstständigen. Denn, wenn man einmal weiß wie – lässt sich ziemlich oft auch eine Lösung für alle möglichen Hürden und Herausforderungen finden.

Ein Marathon, der sich lohnt

Inklusion ist nichts, was man mal eben nebenbei macht – Inklusion ist auch kein zackiger Sprint in ein paar Sekunden. Inklusion ist ein Marathon. Das bedeutet auch, Übung und eine Menge Geduld mitzubringen. Und natürlich Mut – die Mehraufwände in Kauf zu nehmen und Menschen somit Chancengleichheit zu ermöglichen. 

Die Beispiele zeigen, dass Inklusion funktionieren kann und zu einer Bereicherung der Unternehmenskultur beiträgt. Der nachhaltige Erfolg gibt ihnen Recht.