Personen beim Nordic Walking am Strand | © pixabay

Umstellung des Lebensstils bei Diabetes

Typ-2-Diabetes wird begünstigt durch Übergewicht und Bewegungsmangel. Eine gesunde Ernährung und körperliche Betätigung sind Präventionsmaßnahmen und zugleich Basistherapie, bevor eine medikamentöse Therapie von Diabetes Typ 2 notwendig wird.

Diabetes Typ 2 als Folge eines ungesunden Lebensstils

Noch in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts hatte Diabetes Typ 2 den Beinamen „Altersdiabetes“, weil er in der Regel erst im höheren Lebensalter auftrat. Heute wird Diabetes Typ 2 auch bei immer mehr jüngeren und vor allem auch übergewichtigen Menschen diagnostiziert. Typ-2-Diabetes wird begünstigt durch Erbfaktoren, Übergewicht und Bewegungsmangel.

Zwar wird unsere Gesellschaft immer älter, Grund für die überproportional anwachsende Zahl von Erkrankungen wie Diabetes ist jedoch in erster Linie das zunehmende Übergewicht und die mangelnde Bewegung der Menschen. So gilt heute beispielsweise jeder dritte Erwachsene und jedes fünfte Kind als übergewichtig. Für das immer häufigere Übergewicht werden die vorwiegend sitzende Lebensweise mit wenig körperlicher Aktivität und der häufige Konsum von energiereichen Nahrungsmitteln verantwortlich gemacht.

Umstellung des Lebensstils als Basistherapie bei Diabetes Typ 2

Je nach Schwere des Diabetes Typ 2 kann er auch mit gesunder Ernährung und körperlicher Betätigung in Schach gehalten werden. Eine Umstellung auf einen gesünderen Lebensstil kann die Symptomatik bei Betroffenen deutlich positiv beeinflussen. Dabei gibt es eine ganze Reihe verschiedener hilfreicher Apps, vom Schrittzähler über Messungen von Trainingserfolgen bis hin zu Tools für die Kalorienkalkulation. Gelingt es mit dieser Basistherapie zur Regulierung des Blutzuckers nicht innerhalb von wenigen Monaten, den Stoffwechsel in den Griff zu bekommen, dann kommt die medikamentöse Behandlung hinzu, sei es in Form von Tabletten oder mit einer Insulintherapie.

verschiedenes Obst und Gemüse | © pixabay

Je nach Schwere des Diabetes Typ 2 kann dieser auch mit gesunder Ernährung und körperlicher Betätigung in Schach gehalten werden (Foto: pixabay).

Umfassende Beratung und Betreuung notwendig

Unabhängig davon, ob man an Diabetes Typ 1 oder Typ 2 erkrankt, sollte man sich auf jeden Fall umfassend betreuen lassen. Die Betreuung beinhaltet Ernährungsberatung, eine Anleitung zu Blutzuckerselbstkontrollen, regelmäßige ärztliche Kontrollen, Fußpflege-Instruktion und eine regelmäßige Schulung. Die nachhaltige Umstellung der Lebensgewohnheiten durch eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung wird durch eine fachkompetente Begleitung begünstigt. Ziel muss eine erfolgreiche, alltagstaugliche Verhaltensänderung in kleinen Schritten über längere Zeit sein.

Dadurch soll eine hohe Lebensqualität erhalten und gleichzeitig Folgeerkrankungen verhindert werden. Mögliche Folgen können zum Beispiel Augenerkrankungen, Nieren- oder Nervenschäden, Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen in den Beinen und der typische diabetische Fuß sein. Sind bereits Folgeschäden aufgetreten, müssen sie behandelt und ein weiteres Fortschreiten verhindert werden.

Die erwähnte Umstellung der Lebensgewohnheiten ist nicht nur beim Nachweis einer Diabetes-Erkrankung notwendig, sondern ist gleichzeitig auch die beste Prävention. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung senkt das Risiko, an Diabetes zu erkranken, massiv.