Insulinpen | © pixabay

Insulintherapie bei Diabetes

Eine Umstellung der Lebens- und Essgewohnheiten ist für Personen mit Diabetes ein Muss. Je nach Diabetestyp und Schwere der Krankheit ist zudem eine Therapie mit Medikamenten notwendig. Die medikamentöse Behandlung mit Insulin kommt immer bei Diabetes Typ 1 und manchmal auch bei Diabetes Typ 2 zum Einsatz.

Menschen mit Diabetes Typ 1 sind lebenslang auf tägliche Insulininjektionen angewiesen. Auch bei Diabetes Typ 2 kann abhängig von der Schwere der Erkrankung eine medikamentöse Behandlung notwendig sein, sei es in Form von Tabletten oder mit einer Insulintherapie.

Insulin dient vor allem dazu, die Blutzucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen weiter zu schleusen. Damit Insulin wirken kann, muss es also in die Blutbahn gelangen. Das Hormon kann nicht in Form von Tabletten eingenommen werden, weil es im Magen abgebaut werden würde. Deswegen wird Insulin üblicherweise in das Fettgewebe der Unterhaut gespritzt. Von dort wird es in die Blutbahn abgegeben und es verteilt sich im Körper.

Arten der Insulinzufuhr

Es gibt für die Insulinverabreichung unterschiedliche Methoden. In der Regel geschieht das über einen Pen oder mithilfe einer Insulinpumpe. Nur wenige Personen mit Diabetes verwenden hierfür noch Spritzen.

  1. Insulinpens

    Hand hält einen Isulinpen und injiziert sich Insulin in das Bauchfett. | © pixabay

    Insulinpens (pen: englisch für Stift) sind handliche Injektionshilfen und sehen aus wie große Kugelschreiber. Die Kanülen der Pens sind sehr kurz und dünn. Das Spritzen von Insulin mit einem Pen ist nahezu schmerzfrei und die alltägliche Anwendung recht unkompliziert (Foto: pixabay).

  2. Insulinpumpen

    Die Hand einer erwachsenen Person hält eine Insulinpumpe | © pixabay

    Neben Insulinpens gibt es auch Insulinpumpen, die das eigenhändige Spritzen ersetzen und kontinuierlich eine bestimmte Menge an Insulin in den Körper abgeben. Somit ermöglichen sie eine flexiblere Insulinversorgung. Die kleine programmierbare Pumpe ist durch ein Infusionsset (Katheter und Injektionsnadel) ständig mit dem Körper verbunden und kann darüber Insulin ins Blut abgeben. Die Pumpe wird dauerhaft am Körper getragen (Foto: pixabay).

    Die Pumpe ist so programmierbar, dass Personen mit Diabetes regelmäßig mit kleinen Mengen Insulin versorgt werden, um den nötigen Grundbedarf zu decken. Das ist der sogenannte „Basalbedarf“. Zu den Mahlzeiten wird zusätzliches Insulin benötigt, das sogenannte „Bolusinsulin“. Dieses kann per Knopfdruck, über das Menü der Pumpe oder mit einer Fernbedienung abgegeben werden.

    Eine neuartige technische Entwicklung in der Insulintherapie sind sogenannte „Closed Loop Systeme.“ Dabei ist die Insulinpumpe mit einem Sensor (zum Beispiel auf dem Oberarm) verbunden, der kontinuierlich den Blutzuckerwert misst. Anhand der übermittelten Informationen wird automatisch und bedarfsgerecht Insulin an den Körper abgegeben.

Es ist wichtig, dass sich betroffene Personen persönlich beraten lassen, um das auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Gerät zu wählen. Wenden Sie sich hierfür an die jeweilige regionale Diabetes-Gesellschaft, Ihre behandelnde fachärztliche Praxis oder eine diplomierte Diabetes-Fachberatung.