Tablettenblister, lose Tabletten und ein Blutzuckermessgerät | © pixabay

Orale Antidiabetika zur Behandlung von Diabetes

Eine Umstellung der Lebens- und Essgewohnheiten ist für Personen mit Diabetes immer notwendig. Je nach Diabetestyp und Schwere der Krankheit ist zudem eine Therapie mit Medikamenten notwendig. Bei Diabetes Typ 2 kann eine medikamentöse Behandlung mit oralen Antidiabetika zum Einsatz kommen.

Nicht bei allen Diabetestypen ist eine Therapie mit Tabletten sinnvoll oder möglich. Während Menschen mit Diabetes Typ 1 lebenslang auf tägliche Insulininjektionen angewiesen sind, versucht man Diabetes Typ 2 zunächst mit gesunder Lebensweise entgegenzuwirken. Gerade bei übergewichtigen Personen mit Typ-2-Diabetes ist eine Gewichtsreduktion und Ernährungsumstellung unerlässlich.

Gelingt es mit dieser Basistherapie zur Regulierung des Blutzuckers nicht innerhalb von wenigen Monaten, den Stoffwechsel in den Griff zu bekommen, dann beginnen Menschen mit Diabetes Typ 2 in der Regel zusätzlich eine Therapie mit blutzuckersenkenden Tabletten, sogenannten Antidiabetika. Abhängig von der schwere der Erkrankung kann es bei Diabetes Typ 2 aber auch sein, dass selbst die Tablettentherapie nicht ausreicht und eine Insulintherapie notwendig wird.

Orale Antidiabetika

Orale Antidiabetika werden in Form von Tabletten eingenommen – im Gegensatz zum Insulin, das sich die Person mit Diabetes mit einem Pen oder einer Pumpe spritzt.

Diese Tabletten wirken auf verschiedene Weise. Einige regulieren den Blutzucker, indem sie die Glukose-Aufnahme aus dem Darm verzögern oder die Glukose-Aufnahme in den Zellen verbessern. Andere Tabletten senken hingegen den Blutzucker, indem sie die Insulinabgabe aus der Bauchspeicheldrüse ins Blut erhöhen.

Ein Informationsblatt vom Diabetesinformationsdienst München erläutert die verschiedenen Wirkmechanismen von oralen Antidiabetika.