ein Mann hät sich die Hände vor die Brust | © pixabay

Sodbrennen – Wenn der Magen schmerzt

Ein übersäuerter Magen kann eine recht unangenehme Sache sein. Oft spielt dabei Stress eine Rolle, aber auch eine ungesunde Lebensweise ist häufig Auslöser für Sodbrennen.

Es gibt immer mehr Menschen, die von Sodbrennen betroffen sind - und das zum Teil regelmäßig. Sodbrennen entsteht, wenn der Magen zu viel Magensäure produziert und der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre geschwächt ist, wodurch die Säure aufsteigen kann.

Ursachen

Die Gründe für einen übersäuerten Magen sind in den meisten Fällen in einer ungesunden, fettreichen Ernährung zu sehen. Doch auch psychische Belastungen wie Stress können auf den Magen schlagen und zu einer Überproduktion an Magensäure führen.

Dauerstress schadet der Gesundheit. Sehr häufig betroffen, ist der Magen - aus mehreren Gründen. Auf Stress reagiert der Körper, indem er die Stresshormone Adrenalin und Cortisol ausschüttet. Diese wirken auf das vegetative Nervensystem, das auch für die Steuerung des Magen-Darm-Trakts verantwortlich ist. In Stresssituationen reagiert der Magen deshalb sehr oft mit einer Überproduktion an Magensäure.

Weil auch der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre vegetativ gesteuert wird, ist er in Stresssituationen häufig geschwächt. Es kommt also fast zwangsläufig zu Sodbrennen. Begünstigt wird Sodbrennen bei Dauerstress durch eine ungesunde Ernährung. Wer gestresst ist, hat keine Zeit zum Essen, isst stattdessen häufig sehr unregelmäßig und greift zu Fast Food. Betroffene sollten deshalb Stress vermeiden und auf ihre Ernährung achten.

Methoden zum Stressabbau

Wenn Stress der Auslöser von Sodbrennen ist, sollten Betroffene versuchen, diesen zu vermeiden. Insbesondere bei berufsbedingtem Stress ist dies in der Regel jedoch kaum möglich. In diesem Fall sollten Betroffene versuchen, den Stress zumindest abzubauen und einen Ausgleich zum Arbeitsalltag finden. Besonders effektiv für den Stressabbau sind

  • Sportarten wie Yoga und Pilates
  • Progressive Muskelentspannung
  • Autogenes Training
  • Wellness
gestapelte Steine vor Bambusstäben | © pixabay

Die richtige Work-Life-Balance trägt enorm zu einer entspannten, gesünderen Lebensweise bei (Foto: pixabay).

Ruhe für Körper und Seele

Sportarten wie Yoga und Pilates setzen Atemtechniken ein, die dabei helfen sich zu entspannen und herunterzufahren. Man konzentriert sich dabei auf den Atem und kann die Gedanken mit dem Atem fließen lassen. Auf diese Weise kommen Körper und Geist zur Ruhe. Ähnlich wirken auch Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training. Mit diesen Übungen lässt sich eine sehr tiefe Entspannung erreichen, bei der man gut abschalten kann.

Ziel dabei ist es, Körper und Seele zur Ruhe kommen zu lassen. Saunagänge und entspannende Bäder lockern Verspannungen - die Begleiterscheinungen von Dauerstress. Die physische Entspannung des Körpers zieht in der Regel auch die psychische Entspannung nach sich, weshalb ein regelmäßiger Wellnesstag zum Stressabbau maßgeblich beitragen kann. Ein entspannendes Bad kann auch Zuhause den Abschluss eines Arbeitstages bilden und zu einem Ritual werden, bei dem man den stressenden Arbeitsalltag hinter sich lässt.

Auf Ernährung und Essgewohnheiten achten

Besonders wichtig bei stessbedingtem Sodbrennen ist es, sich bewusst Zeit für das Essen zu nehmen und darauf zu achten, was man isst. Langsam zu essen und bewusst zu kauen, unterstützt den Magen zusätzlich bei der Verdauung. Auch sollten Betroffene eine Ruhepause nach dem Essen einplanen. Denn nur in Ruhe kann der Magen optimal verdauen. Es ist daher besser, in der Mittagspause kleine, leichte Mahlzeiten zu sich zu nehmen und noch Zeit für eine Ruhephase einzuplanen, als große Mahlzeiten gehetzt hinunterzuschlingen und sich dann gleich wieder in die Arbeit zu stürzen.

Am Arbeitsplatz zu essen, ist ebenfalls ungesund. Hier kommen Körper und Geist überhaupt nicht zur Ruhe, der Magen hat keine Zeit, zu verdauen. Bestimmte Lebensmittel wie fett- und zuckerreiche Speisen fördern die Produktion von Magensäure und schwächen zum Teil den Schließmuskel. Das gilt in gleicher Weise für Nikotin, Koffein und Alkohol. Diese Lebensmittel und Genussmittel sollte man deshalb vermeiden.

Mit Sodbrennen umgehen lernen

Sodbrennen ist sehr unangenehm für die Betroffenen und tritt, wenn Stress der Auslöser ist, meist dann auf, wenn man eigentlich leistungsfähig sein muss. Für schnelle Hilfe gegen die Symptome können Betroffene Protonenpumpenhemmer einnehmen, welche die Magensäureproduktion reduziert. Langfristig sollten Menschen, die von stressbedingtem Sodbrennen betroffen sind, Methoden zum Stressabbau nutzen und auf ihre Ernährung achten. Dazu gehört auch herausfinden, welche Faktoren konkret Sodbrennen auslösen, um diese zukünftig zu vermeiden.