In einer Hand befindet sich ein entsperrtes Smartphone. Rechts neben der Hand ist eine blaue Tasse mit Kaffee. | © pexels.com

„Nora" – die Notruf-App

Nora – so heißt die seit September 2021 aktive Notruf-App, die vorrangig Menschen mit einer Hör- oder Sprachbehinderung helfen soll. Doch auch Menschen, die in einer Bedrohungssituation unbemerkt einen Notruf absetzen müssen, kann die App Hilfestellung bieten.

Bislang stehen Menschen mit einer Hör- oder Sprachbehinderung lediglich der Notruf per Fax sowie mit einem Gebärdendolmetscher*in zur Verfügung. Nora soll jedoch verschiedene Vorteile gegenüber diesem System bieten – in erster Linie vor allem eine direkte Kommunikationsmöglichkeit zwischen der*dem Meldenden und der zuständigen Leitstelle.

Das kann die Notruf-App Nora

  • Übermittlung des Standortes des benutzenden Mobiltelefons
  • Anfrage der Notsituation mit maximal 5 Fragen, die über einfaches Tippen beantwortet werden können
  • Persönliche Daten können optional bereits im Voraus hinterlegt werden, wodurch sie nicht erst im Notfall abgefragt werden müssen.
  • Darunter sind auch für die Einsatzkräfte relevante Informationen wie etwa Vorerkrankungen oder körperliche Einschränkungen. Diese sensiblen Daten werden nach Angaben der Anbieter ausschließlich auf dem persönlichen Mobiltelefon und nicht auf dem Server gespeichert.
  • Bei Bedarf besteht – vor allem bei einer Sprachbehinderung – eine Chatkommunikation mit der Leitstelle
  • Stiller Notruf – etwa bei einer Bedrohungslage (beispielsweise Einbrecher im Haus, häusliche Gewalt, …)

Wie funktioniert die App?

Grundsätzlich erforderlich ist die Installation der Notruf-App auf einem Smartphone. Zusätzlich ist eine einmalige Registrierung mit der Mobilnummer und den persönlichen Angaben nötig. Eine Verwendung der App ist bislang nur mit vorhandenem Netzempfang möglich.

Die Notruf-App ist kostenlos und für Android im Google Playstore und für IOS im AppStore verfügbar. 

Übrigens: In einem Demo-Modus (im Menü zu finden) lässt sich nach der abgeschlossenen Registrierung ein „Probe Notruf” absetzen, der bei keiner realen Leitstelle landet.

Datenschutz

Eine wesentliche Rolle bei der Verwendung von Gesundheits-Apps spielt das Thema Datenschutz. Zu Ihrem persönlichen Schutz ist bei der digitalen Dokumentation von Gesundheitsdaten immer wichtig zu klären, ob der App-Anbieter die in Deutschland geltenden Datenschutzbestimmungen einhält. Prüfen Sie die Homepage auf entsprechende Angaben oder fragen Sie im Zweifel direkt beim Anbieter nach.


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