Blatt einer Canabispflanze mit Ölfläschchen | © pixabay

CBD bei Epilepsie

Seit dem 16. Jahrhundert ist die „Fallsucht“ oder Epilepsie nachweisbar. Diese auch als zerebrales Krampfleiden bekannte Erkrankung zeichnet sich durch sich wiederholende Anfälle aus. Ursachen dieser Attacken sind plötzlich und synchron auftretende elektrische Entladungen von Nervenzellen im Gehirn.

Diese führen zu unwillkürlichen stereotypen Bewegungs- und Befindungsstörungen. Die Erkrankung tritt in jedem Lebensalter auf, wird aber am häufigsten diagnostiziert bei Kindern und der Bevölkerungsgruppe der über 60-jährigen. Das Wissen über die Entstehung hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen, die Wissenschaft ist allerdings noch weit entfernt davon, alle Zusammenhänge vollständig zu begreifen.

So bleiben auch die Wirkungen von konventionellen Behandlungsmethoden eher in bescheidenem Rahmen. Antiepileptika, also herkömmliche Medikamente gegen Epilepsie, gehen mit einer Kaskade von Nebenwirkungen einher, die teils an Toxizität grenzen. Lethargie, Schwindel und Verwirrung sind dabei noch als harmlos zu kennzeichnen. Alpträume, Konzentrationsverlust und visuelle Anomalien allerdings ziehen ein erhöhtes Aggressionspotenzial mit sich und die Betroffenen werden vermehrt mit Selbstmordgedanken in Verbindung gebracht. Wegen der noch immer unbefriedigenden Lage greifen Leidtragende und Familienangehörige inzwischen verstärkt auf unkonventionellere Optionen zurück. Im Fokus steht das nicht psychoaktive Cannabidiol (CBD), das seit einiger Zeit aufgrund seiner lindernden Wirkungen auf dem Vormarsch ist und laut CBD Hersteller Candropharm einen enormen palliativen Beitrag leisten kann.

Wirkungsweisen von CBD Produkten

CBD wird aus der Hanfpflanze gewonnen und zeitigt keinerlei berauschende Wirkung. Hanf wird schon seit Jahrtausenden zur Behandlung vielfältiger Beschwerden eingesetzt. Die Pflanze vereint zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe, Proteine sowie Fettsäuren und Ballaststoffe in sich. Abgerundet wird dieser wertvolle Mix mit vielen weiteren Substanzen, unter anderem dem CBD. Auch die Medizin hat das inzwischen erkannt und seit 2017 gelten bestimmte Hanfprodukte als Arznei und sind auf Rezept erhältlich.

CBD nun wird bisher vor allem in der Schmerztherapie eingesetzt. Die Substanz stärkt in erster Linie das Immunsystem. Es hat entzündungshemmende und krampflösende Eigenschaften. Zudem wirkt CBD beruhigend und angstlösend. So berichten Asthmatiker und Allergiker von einer signifikanten Abschwächung der Intensität und Anzahl ihrer Anfälle. Vor allem Parkinsonpatienten schildern einen signifikanten Anstieg ihrer Lebensqualität.

Krampflösende Wirkungen von CBD könnten entscheidend sein

Für Epileptiker dürften vor allem die krampflösenden Eigenschaften interessant sein. Diese werden gerade intensiv erforscht und die Studien befinden sich auf einem guten Weg, obwohl die Analysen an menschlichen Probanden noch nicht abgeschlossen sind. Der interessanteste und am weitest fortgeschrittene Ansatzpunkt versucht, die Wirkungsweisen von CBD über das menschliche Endocannabinoid-System zu erklären.

Es wird angenommen, dass mit diesem komplexen System Körperfunktionen und Botenstoffe reguliert werden. CBD interagiert nun mit den zugehörigen Rezeptoren CB1 & CB2 und entfaltet dort seine positiven Wirkungen.

Zudem steht in der Diskussion, dass CBD Rezeptoren im Gehirn nachbilden kann, die sich für verschiedene Gehirnaktivitäten verantwortlich zeigen. Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass CBD Entzündungen von dem mit der Epilepsie verbundenem Nervengewebe abmildert. Ein weiterer interessanter Aspekt ist dahingehend zu verzeichnen, dass CBD die Aktivität des Neurotransmitters GABA (Gamma-aminobutyric-acid) verbessert. Dadurch soll es möglich sein, die elektrische Aktivität im Gehirn in ihrer Intensität zu schwächen.

Erfahrungswerte zur Einnahme von CBD bei Epilepsie

Aus bekannten Gründen sieht sich die Hanfpflanze seit Jahrzehnten Restriktionen ausgesetzt. Diese haben und hatten negative Auswirkungen auf die wissenschaftliche Aufarbeitung, sodass erst seit wenigen Jahren intensiv geforscht wird. Doch zahlreiche Erfahrungswerte zeigen auf, dass mit der Einnahme von CBD Öl die Anfallshäufigkeit reduziert werden kann.

Die Betroffenen geben zudem an, dass psychogene Anfälle, Absencen und Auren entscheidend zurückgegangen seien. Dagegen optimierte sich das Schlafverhalten und das persönliche Wohlbefinden. Auch und besonders in Hinsicht auf Epilepsie bei Kindern wurden diese positiven Erscheinungen bemerkt. Bisher allerdings sind das alles subjektive Erfahrungen. Die wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse werden wohl noch eine Weile auf sich warten lassen. So sollte jeder Patient für sich die bestmögliche Anwendung herausfinden.