Zwei Hände von verschiedenen Personen, die Fingerspitzen berühren sich | © Toa Heftiba/unsplash

Rheumatoide Arthritis

Weltweit ist Rheumatoide Arthritis die häufigste Gelenkentzündung. In Deutschland sind zirka 550.000 Menschen davon betroffen, wobei mehr Frauen als Männer von der Erkrankung betroffen sind.

Die rheumatoide Arthritis ist eine rheumatische Erkrankung, die chronisch und meist in Schüben verläuft. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, meist sind Betroffene beim Ausbruch der Erkrankung jedoch zwischen 50 und 70 Jahre alt. Etwa 10 Prozent der Betroffenen haben einen Verwandten ersten Grades, der auch an rheumatoider Arthritis erkrankt ist.

Das Immunsystem in Aufruhr

Bei den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen spielt das Immunsystem verrückt. Am häufigsten ist die rheumatoide Arthritis, bei der körpereigene Abwehrzellen die dünne Gelenkinnenhaut angreifen. Die ersten Symptome sind meist typische Grippesymptome, wie leichtes Fieber, Müdigkeit oder Appetitlosigkeit.

Erst später kommen Schwellungen und Schmerzen in den Gelenken an beiden Händen, Füßen oder anderen Gelenken hinzu. Mit der Zeit lassen sich zuweilen Rheumaknötchen unter der Haut und an den Gelenken ertasten. Nach Fortschreiten der Krankheit kommt eine Steifheit hinzu, besonders am Morgen kann es einige Zeit dauern, bis Betroffene Bewegungen ausführen können.

Noch ungeklärte Ursache

Die Ursache für rheumatoide Arthritis ist noch nicht erforscht. Es gibt jedoch Ansätze, so haben Betroffene häufig Verwandte, die auch an rheumatoider Arthritis erkrankt sind. Dies würde dafür stimmen, dass der genetische Faktor einen Einfluss hat.

Als Risikofaktoren zählen auch Infektionen und Allergien. Aber auch Rauchen oder Übergewicht kann verstärkend zu einem Ausbruch der Krankheit beitragen.

Eine Person tippt etwas auf einem Handy | © Joshua Hoehne/unsplash

Schmerzen in den Gelenken an Händen und Füßen sind typische Beschwerden der rheumatoiden Arthritis (Foto: Joshua Hoehne/unsplash).

Diagnose und Behandlung

Wenn Schmerzen und Schwellungen in mindestens zwei Gelenken über mehrere Wochen bestehen, wird empfohlen Ärzt*innen aufzusuchen. Die Diagnose wird dann anhand von Gesprächen, Labortests und bildgebenden Verfahren gestellt.

Umso früher rheumatoide Arthritis erkannt wird und dadurch behandelt werden kann, umso effektiver ist die Behandlung. Die Erkrankung ist chronisch und nicht heilbar, jedoch kann man mit Behandlungsmethoden den Verlauf der Krankheit verlangsamen.

Akute Schmerzen werden vorrangig mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln gelindert. Zudem gibt es antirheumatische Basismedikamente, um neue Schübe hinauszuzögern. Aber auch verschiedene Therapien, wie Physio-, Entspannungs- oder Wärmetherapie können unterstützende Maßnahmen sein.

Bei fortschreitender rheumatoider Arthritis und damit einhergehend auch zunehmenden Schmerzen kann eine Gelenkprothese eingesetzt werden.


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