Ernährung – Grundlage für einen gesunden Körper

Der Mensch muss Nahrung zu sich nehmen, damit sein Stoffwechsel mit den nötigen Stoffen angeregt werden kann. Egal ob mit oder ohne Behinderung: Basis für unser Wohlbefinden ist ein (möglichst) gesunder Körper. Menge sowie Art der Ernährung können jedoch das Wohlergehen erheblich beeinflussen.

Mit einer gesunden Ernährung kann beispielsweise einer Reihe von Erkrankungen vorgebeugt werden, wie etwa Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Darüber hinaus schätzen aber manche Menschen einfach nur ein gutes Essen. Das Sättigungsgefühl steigert zudem das Wohlbefinden und ausgesuchte Nahrungsmittel können den Stoffwechsel ankurbeln.

Andererseits erfordert manche Behinderung eine Umstellung in der Ernährung. Menschen mit Querschnittlähmung, Allergien oder Darmerkrankungen wird regelmäßig angeraten, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten oder andere vorzuziehen. Das bekannteste Beispiel dürfte wohl die nötige Ernährungsumstellung bei Diabetes sein.

Gesunde und ausgewogene Ernährung

Der menschliche Körper ist eine faszinierende Entwicklung der Natur. Die Funktionen von Billionen von Zellen sind in unserem Körper aufeinander abgestimmt, ergänzen sich und sorgen so dafür, dass tausende von Prozessen reibungslos funktionieren - ohne dass wir es merken.
Doch dieses komplexe Gleichgewicht kann leicht gestört werden und damit unser Wohlbefinden beeinflussen. Grund für eine solche Beeinflussung kann eine Vielzahl von Faktoren sein. Jedoch eine der häufigsten Ursachen für unser Unwohlsein ist unsere Ernährung.

Mangelhafte Ernährung stört den Körper

Im Gegensatz zu industriellen Geräten kann sich die „Maschine Körper“ selbstständig warten und die üblichen Verschleißteile austauschen. So sterben beispielsweise pro Minute tausende Zellen in unserem Körper ab und werden durch neue ersetzt. Damit dieser und alle anderen Prozesse jedoch funktionieren, bedarf es die richtigen Nährstoffe und grundsätzliche Bauteile, die so genannten Vitalstoffen. Zugeführt werden diese der „Maschine Körper“ natürlich nicht durch einen Monteur, sondern durch das Essen.

Logische Konsequenz ist demnach auch, dass bei mangelhafter Ernährung Abläufe in unserem Körper gestört werden können. Eine solche Störung wird nicht immer sofort deutlich, da wir in der Lage sind, bis zu 70 Prozent unserer körperlichen Leistungen einzubüßen, bevor wir Symptome spüren.

Ein Glas Wasser | © Manki Kim/unsplash

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ebenfalls wichtig für unser Wohlbefinden (Foto: Manki Kim/unsplash).

Ernährungsbedingte Auswirkungen

Ein bekanntes Beispiel für eine solche Mangelernährung ist Skorbut. Klassische Anzeichen dieses auch als „Seefahrerkrankheit“ bekannten Vitamin-C-Mangels sind Zahnfleischbluten, Zahnausfall und Hautblutungen.

Doch selten sind Symptome einer mangelhaften oder falschen Ernährung so deutlich oder werden mit der Ernährung in Zusammenhang gebracht. Dabei sind die ernährungsbedingten Auswirkungen für unseren Körper enorm - und damit auch für unser Gesundheitssystem. 1989 wurden die Kosten für Krankheiten, deren Ursachen in der falschen Ernährung lagen, in Deutschland noch auf 56 Milliarden geschätzt. Im Jahr 2000 waren sie schon auf 145 Milliarden angewachsen. Dies berichtet Dr. Josef Fischer, Ernährungsexperte bei EnableMe.

Im eigenen Interesse: Ausgewogene Ernährung

Nicht nur im Interesse des Gesundheitssystems, sondern vor allem für sich selbst, sollte jeder auf eine ausgewogene Ernährung achten. Das ist - zugegeben - in der heutigen Zeit nicht immer einfach. Vor allem da diese Thematik mehrere Facetten hat.

Doch wer sich einmal die Zeit genommen hat, sich grundlegend mit der gesunden Ernährung zu befassen, wird in Zukunft viel Freude haben - am Essen und an seinem Körper. Denn mit der richtigen Ernährung kann man nicht nur Krankheiten vorbeugen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine abgestimmte Ernährung, zum Beispiel bei einer Vielzahl von Krebserkrankungen, den Heilungsverlauf unterstützen und verbessern kann.

Trinken gehört zur richtigen Ernährung

Ein Aspekt, der im Zusammenhang mit der Ernährung häufig unbeachtet bleibt, ist das Trinken. Unser Körper besteht zum größten Teil aus Wasser. Die ausreichende Flüssigkeitszufuhr, die je nach körperlicher Anstrengung unterschiedlich hoch sein muss, ist daher für unser Wohlergehen elementar. Zu beachten dabei ist, dass Limonaden, Kaffee und Alkohol ernährungstechnisch nicht als Flüssigkeit zählen. Um den Flüssigkeitshaushalt in Balance zu bringen eignen sich am besten stilles Mineralwasser und Tee (ausgenommen schwarzer Tee).

gesundes Frühstück mit Tee und Müsli | © pixabay

EnableMe-Fachexperte für Ernährung Dr. Josef Fischer rät, sich Zeit für Ernährung und den Körper zu nehmen (Foto: pixabay).

Gesunde Mahlzeiten in der heutigen Zeit

Schwierig für eine gesunde Ernährung in der heutigen Zeit sind vor allem zwei Faktoren.

Vieles, was uns im Handel in Form von Fertiggerichten als Essen angeboten wird, ist leider - mal mehr und mal weniger - weit davon entfernt, eine gesunde Mahlzeit darzustellen. Zahlreiche Geschmacks- und Zusatzstoffe täuschen über diesen Umstand hinweg. Auch die oftmals enthaltenen Konservierungsstoffe sind in den seltensten Fällen gesundheitsfördernd. Aufgrund dieser Zusammensetzung kommt es immer häufiger auch zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Nahrungsmittelallergien.

Doch auch, wer sich hauptsächlich von frischen Lebensmitteln ernährt, muss die Umstände der heutigen Zeit berücksichtigen. Lebensmittel sind heutzutage ein Massenprodukt, von dem möglichst viel, in möglichst kurzer Zeit und mit makellosem Äußerem produziert wird. Da verwundert es kaum, dass auch in frischen Lebensmitteln nicht mehr die Nährstoffkonzentration existiert, die naturgemäß einmal üblich war. Darüber hinaus sind sie aufgrund der Herstellungsbedingungen nicht selten mit Schadstoffen belastet. Diese wiederum machen eine erhöhte Vitalstoffzufuhr notwendig, damit der Körper diese Gifte wieder abbauen kann. „Wir sind einem Ernährungskreislauf ausgesetzt, der die Gesundheit gefährdet und schädigt,“ bewertet Dr. Fischer diese Umstände.