Osteoporose – die Knochenbrüchigkeit im Alter

Osteoporose ist nicht nur eine altersbedingte Krankheit, sondern kann auch in jungem Alter auftreten. Ernährung und Sport sind wichtige Faktoren für die Gesundheit der Knochen.

Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. Laut der Webseite Osteoporose der Firma Amgen GmbH sind in Deutschland etwa 5,2 Millionen Frauen über 50 Jahren und zirka 1,1 Millionen Männer über 50 Jahren an Osteoporose erkrankt.

85 Prozent der osteoporotischen Brüche treten bei Frauen nach der Menopause auf. Ab 70 Jahren nimmt die osteoporosebedingte Bruchhäufigkeit auch bei Männern zu. Die gute Nachricht: Vorbeugende Maßnahmen sind möglich.

Die Osteoporose ist eine heimtückische Krankheit, denn sie schreitet jahrelang still, symptom- und schmerzlos voran. Betroffene werden sich ihrer Erkrankung oft erst durch spontane Brüche – meist von Wirbelkörpern oder des Oberschenkelhalses – schmerzhaft bewusst.

Stetiger Knochenabbau – still und leise

Dabei beginnt der Knochenabbau schon ab dem 30. Lebensjahr – bei Frauen und bei Männern. Er beträgt zirka 1 Prozent pro Jahr. Der Grund ist ein Ungleichgewicht zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau zu Gunsten von Knochenabbau. Bei den Frauen kommt um das 50. Lebensjahr die Menopause dazu. Der resultierende Hormonverlust kann den altersbedingten Verlust an Knochenmasse beschleunigen.

Formen der Osteoporose

Es wird zwischen primärer und sekundärer Osteoporose unterschieden, wobei die primäre Form sehr viel häufiger auftritt als die sekundäre Form der Osteoporose. Die primäre Osteoporose hat ihre Ursachen in den Veränderungen des Knochenstoffwechsels. Die postmenopausale Osteoporose tritt bei Frauen während den Wechseljahren auf, die Altersosteoporose tritt sowohl bei Frauen, als auch bei Männern ab einem Alter von 70 Jahren auf.

Die sekundäre Osteoporose tritt als Folgeerkrankung einer anderen Erkrankung auf. Entzündliche Rheumaerkrankungen oder auch Langzeittherapien mit speziellen Medikamenten können Osteoporose verursachen.

Drei Frauen stehen lachend nebeneinander

Frauen erkranken häufiger an Osteoporose als Männer (Foto: Priscilla Du Preez/unsplash).

Die wichtigsten Risikofaktoren

Wann muss man sich Gedanken über einen drohenden Osteoporose-Bruch machen? Welches sind, neben zunehmendem Alter ab 50 Jahren, die wichtigsten Risikofaktoren? Eine wichtige Rolle spielt die familiäre Vorbelastung. Wenn Verwandte ersten Grades einen Osteoporose bedingten Hüftbruch hatten, ist das Risiko nachweislich erhöht. Untergewicht ist ein zusätzlicher Risikofaktor. Wer Gewicht verliert, muss sich bewusst sein, dass er auch Knochenmasse verliert.

Alle weiteren Ursachen sind sogenannte sekundäre Ursachen, beispielsweise Medikamente oder Krankheiten aber auch Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum. Etwa drei von vier Frauen über 50 weisen bereits eine Osteoporose oder eine Osteopenie auf. Eine Osteopenie ist eine Minderung der Knochendichte und Vorstufe der Osteoporose. Ab dem Alter von 50 Jahren sollte man darum generell an eine Osteoporose-Prävention denken.