Ein Pärchen liegt im Bett | © pexels

Was hilft bei Erektionsstörungen?

Impotenz ist für viele Personen immer noch ein Tabuthema. Viele trauen sich nicht, über Erektionsprobleme zu sprechen oder professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei kann mit der richtigen Behandlung vielen geholfen werden.

Die Zahl der Betroffenen ist groß: In Deutschland leiden etwa fünf Millionen Männer an Impotenz. Jedoch könnte die Dunkelziffer noch höher sein. Denn nach wie vor gilt Impotenz als Tabu, da mit ihr ein beträchtlicher Teil der Männlichkeit in Frage gestellt wird. 

Die erektile Dysfunktion

Sexuelle Erregung kann auf unterschiedliche Weise entstehen: durch Berührungen, optische Reize oder Fantasien. Wenn das Glied trotz dieser Einflüsse nicht steif wird oder die Steifigkeit des Penis nicht für die Dauer des Sexualaktes anhält, kann das auf eine erektile Dysfunktion hindeuten. Sie kann als isolierte Krankheit auftreten, also nur den Penis selbst betreffen, oder die Folge anderer Erkrankungen sein. So leiden beispielsweise Diabetiker oder Männer mit Bluthochdruck überdurchschnittlich häufig an Erektionsstörungen. Bei Menschen mit Behinderung kann es zudem vorkommen, dass die Übertragung von Reizen aufgrund von Nervenschädigungen gemindert oder unmöglich ist.

Nicht jede Erektionsstörung bedeutet Impotenz

Nicht immer haben Erektionsstörungen eine organische Ursache. Auch Stress kann dazu führen, dass „Mann nicht kann“. In diesem Fall handelt es sich aber nicht zwingend um eine erektile Dysfunktion, sondern in der Regel um eine zeitlich begrenzte Beeinträchtigung. Auch übermäßiger Alkoholkonsum kann dazu führen, dass der Penis nicht mehr steif wird und Geschlechtsverkehr nicht möglich ist. Auch hier kann man von einer zeitlich begrenzten Beeinträchtigung ausgehen.

Ursachen für eine Erektionsstörung abklären lassen

Um herauszufinden, was die Ursachen für eine Erektionsstörung sind, sollte man sich genau informieren. Hierzu gibt es im Internet reichlich Gelegenheit – etwa durch medizinische Fachpublikationen oder Informationen auf klinischen Fachseiten. Diese Recherche ersetzt allerdings nicht die Untersuchung durch einen Facharzt. Wer an Erektionsstörungen leidet, kann zunächst einen allgemeinen Gesundheitscheck bei seinem Hausarzt machen lassen. Hierbei werden Blutdruck und Blutwerte kontrolliert. Wenn es der Hausarzt für ratsam hält, wird er den Patienten zur Urologie überweisen, wo dann eine weiterführende Diagnostik übernommen wird.

Mit den richtigen Medikamenten Impotenz behandeln

Handelt es sich bei der Diagnose um keine temporäre Störung, sondern eine Impotenz, werden passende Medikamente verschrieben, mit denen eine Erektion ermöglicht werden kann. Viagra ist das bekannteste Präparat, dass man auch über Online-Apotheken und Online-Kliniken bekommen kann. Die Wirkung eines solchen Medikaments hält zwischen vier und fünf Stunden an, sodass Betroffene durchaus ein erfülltes Sexualleben haben können.

Operation als Option bei Erektionsstörungen

In manchen Fällen kann auch eine Operation sinnvoll sein. Hierbei werden Implantate in die Schwellkörper gesetzt, welche die Erektion des Penis ermöglichen. Diese Option wird gerade bei Menschen mit Behinderung eingesetzt, beispielsweise, wenn die Reizübertragung durch eine Nervenschädigung stark vermindert oder unmöglich ist.

Welche Behandlungsform bei Erektionsstörungen und Impotenz geeignet ist, muss der oder die Fachärzt*in im Einzelfall entscheiden. Abhängig von der Ursache kommen psychologische, medikamentöse oder operative Behandlungsansätze in Frage.

Jedoch ist der erste und wichtigste Schritt immer der, das Tabu zu brechen und darüber zu sprechen. Und anschließend die richtige Behandlung anzugehen – für ein wieder erfülltes Sexualleben.