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Elektrorollstuhl – Mobilität und Vielfalt in der Nutzung

Ein Elektrorollstuhl soll die Mobilität und Teilhabe von Menschen mit Behinderung erhöhen. Er kann gerade für Menschen, die einen Rollstuhl benötigen, aber eine Beeinträchtigung der Arm- oder Handbeweglichkeit haben oder nicht ausreichend Kraft besitzen, ihren Rollstuhl manuell zu bewegen, hilfreich sein. Dieses Hilfsmittel ist ebenfalls im Hilfsmittelverzeichnis zu finden. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, worauf Sie achten müssen und welche Modelle es gibt.

Ein Mann im elektrischen Rollstuhl auf einem Bürgersteig, umgeben von Palmen. Er trägt eine Sonnenbrille, ein kurzärmliges Polohemd und Jeans. Der Mann lächelt und fährt den Rollstuhl mit der Handsteuerung. Das Wetter ist sonnig, die Szene wirkt entspannt und freundlich, im Hintergrund sind Autos und weitere Palmen zu sehen. | © Francisco Zuasti; Pixabay

Die Kosten für einen Elektrorollstuhl hängen von verschiedenen Faktoren ab, sind jedoch höher als von einem manuellen Rollstuhl. (Francisco Zuasti; Pixabay)

Elektrorollstuhl: Wie funktioniert er?

Ein Elektrorollstuhl soll mehr Mobilität und Teilhabe ermöglichen. Er wird mittels eines Joysticks gesteuert. Das jeweilige Bewegen des Joysticks in eine Richtung sorgt für die Fortbewegung in diese Richtung. Dies ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, einen Elektrorollstuhl zu steuern. Sollte es nicht möglich sein, den Elektrorollstuhl mittels Joysticks zu steuern, können Alternativen zum Einsatz kommen:

  • Tischplattensteuerung
  • Fingersteuerung
  • Tablettsteuerung
  • Fußsteuerung
  • Kinnsteuerung
  • Kopfsteuerung
  • Mund-/Lippensteuerung

Bei Elektrorollstühlen handelt es sich um Kraftfahrzeuge im Sinne der StVZO. Dies gilt auch für einen Rollstuhl für den Innenbereich, der draußen verwendet wird. Das bedeutet, dass Sie Ihren Elektrorollstuhl mit einer Beleuchtungsanlage versehen müssen, sobald er im öffentlichen Verkehr eingesetzt wird. Dies sorgt für Sicherheit im Straßenverkehr. Eine spezielle Versicherung benötigen Sie unter diesen Umständen bei Elektrorollstühlen, die schneller als 6 km/h fahren. Dann benötigen Sie eine Mopedversicherung. Eine Haftpflicht- und Hausratversicherung sollten Sie in jedem Fall haben.

Mit Ihrem Elektrorollstuhl sollten Sie auf dem Gehweg fahren. Dort dürfen Sie jedoch nicht schneller als 6 km/h fahren.

Bei folgenden Krankheitsbildern kann ein elektrischer Rollstuhl zum Einsatz kommen. Jedoch kann ebenfalls auch ein Aktivrollstuhl zum Einsatz kommen. Es ist nicht bei jedem Krankheitsbild sicher, dass und wann Sie auf einen Rollstuhl angewiesen sind:

Auch unterschiedliche Batterien sind erhältlich:

  • AGM
  • Gel-Bleibatterien
  • Lithiumbatterien

Elektrorollstuhl: verschiedene Modelle

Ob drinnen oder draußen – die Modelle der Elektrorollstühle sind sehr vielseitig und unterschiedlich. Daher wollen wir Ihnen hier ein paar Modelle vorstellen.

Elektrorollstuhl für den Innenbereich: Sollte die Fortbewegung hauptsächlich innen sein, so kann ein Elektrorollstuhl für den Innenbereich in Frage kommen. Ein Elektrorollstuhl im Innenbereich kann an Orten wie hauptsächlich in der Schule, am Arbeitsplatz oder zuhause genutzt werden. In diesem Fall benötigt der Elektrorollstuhl kleinere Vorder- wie auch Hinterräder. Große Batterien sind nicht notwendig. Außerdem sollte der Elektrorollstuhl kompakt sein und einen kleinen Wendekreis haben. Diese Modelle sind oft preiswerter.

Elektrorollstuhl für den Außenbereich: Zusätzlich zu Rollstühlen für den Innenbereich gibt es auch spezielle Elektrorollstühle für den Außenbereich. Fahren Sie viel spazieren oder benötigen Sie den Rollstuhl nur bei Außenaktivitäten? Dann könnte ein Elektrorollstuhl für den Außenbereich für Sie in Frage kommen. Bei diesen Modellen sollte auf größere Antriebsräder geachtet werden. Zusätzlich sollten die Batterien leistungsstärker sein. Weitere wichtige Unterschiede sind:

  • Ein Haltegurt
  • Rückspiegel
  • Beleuchtungsanlage gem. StVZO
  • Ein gefedertes Fahrwerk oder Stoßdämpfung

Elektrorollstuhl für den Innen- und Außenbereich: Sollte der Elektrorollstuhl für beide Bereiche benötigt werden, so kann auch ein Elektrorollstuhl für den Innen- und Außenbereich erworben werden. Abhängig davon, in welchem Bereich der Elektrorollstuhl hauptsächlich genutzt wird, sollte auf die Größe der Antriebsräder geachtet werden. Auch die Wahl der Batterien ist davon abhängig. Dennoch muss der Elektrorollstuhl eine Beleuchtungsanlage gem. StVZO besitzen, wenn er im Außenbereich genutzt wird. Ebenfalls sollte bei der hauptsächlichen Nutzung im Außenbereich an ein gefedertes Fahrwerk oder ein spezielles Dämpfungssystem gedacht werden.

Kinder-Elektrorollstuhl: Auch Kinder können einen Elektrorollstuhl benötigen. Hier müssen jedoch einige Besonderheiten beachtet werden. Der Elektrorollstuhl sollte nicht nur Spaß bei der Mobilität bringen, sondern sich flexibel einstellen lassen. Dies ist vor allem wichtig, da Kinder wachsen. Ein Elektrorollstuhl, der ausschließlich für den Innenbereich gedacht ist, ist in vielen Fällen nicht sinnvoll. Junge Menschen wollen aktiv und selbstständig sein.

Elektromobil: Ein Elektromobil ist auch als Scooter bekannt und eher für den Außenbereich gedacht. Ziel ist es, (längere) Strecken zu fahren und auch draußen mobiler zu sein. So kann es einigen erleichtert werden, die Strecke zum nächsten Supermarkt zurückzulegen oder den Arztbesuch zu ermöglichen.

Elektromobile gibt es mit drei oder vier Rädern. Elektromobile mit drei Rädern sind wendiger. Damit eignen sie sich gut für enge Verkehrsräume. Sie sind jedoch nicht so kippstabil wie Elektromobile mit vier Rädern.

Sie erreichen bis zu 15 km/h. Um diese Geschwindigkeit fahren zu dürfen, muss man jedoch mindestens 15 Jahre alt sein. Damit Sie sich keine Sorgen machen müssen, in Kurven umzukippen: In Kurven wird die Geschwindigkeit automatisch verringert.

Im Gegensatz zu Elektrorollstühlen sind die Räder jedoch kleiner. Das bedeutet, dass Hindernisse schwieriger überwunden werden können. Ebenfalls sollte beachtet werden, dass die Lenkung mit den Händen ausgeübt werden muss. Es müssen sich also beide Arme bewegen lassen und das Ein- und Aussteigen muss selbstständig erfolgen können.

XXL-Elektrorollstuhl: Hierbei handelt es sich um Elektrorollstühle, die speziell für Menschen mit einem höheren Körpergewicht konzipiert sind. Diese sind mit bis zu 250 Kilogramm belastbar. Standard-Elektrorollstühle sind in der Regel bis zu 150 Kilogramm belastbar. Natürlich gibt es noch weitere Elektrorollstühle, die bis zu 180 Kilogramm oder 200 Kilogramm belastbar sind.

XXL-Elektrorollstühle sind größer, ihr Akku ist belastbarer und hat einen leistungsstarken Motor. Sie sind sehr bequem, jedoch sperrig und auch teuer. Ebenfalls können sie je nach Modell auch einen großen Wendekreis haben.

Faltbarer Elektrorollstuhl: Erfahren Sie mehr über faltbare Elektrorollstühle in unserem Artikel „Elektrorollstuhl faltbar: Mobilität und Flexibilität für unterwegs“.

 

Ein älteres Paar auf einem Spazierweg: Links geht ein Mann mit Stock und Hut, rechts fährt eine Frau im roten elektrischen Rollstuhl, ebenfalls mit Hut. Beide sind von hinten zu sehen. Sie befinden sich auf einem asphaltierten Weg, umgeben von dichtem, grünem Gebüsch und Bäumen. Die Szenerie wirkt ruhig und sonnig, mit Schatten auf dem Weg und hellem Licht im Hintergrund. | © Annie Spratt; Unsplash Elektromobile gibt es mit drei oder vier Rädern. (Annie Spratt; Unsplash)

Elektrorollstühle mit Stehfunktion

Wie funktioniert die Stehfunktion bei einem Elektrorollstuhl? Zuerst werden die Knie mit einem speziellen Gurt fixiert. Anschließend werden der Oberkörper und das Becken mit Gurten oder Sitzbügeln gesichert. Mit einem Knopfdruck wird die Person in die Stehposition gebracht. Sie sollten jedoch vor der Anschaffung überprüfen, ob Sie diese Funktion benötigen und ob sie für Ihre Bedürfnisse geeignet ist.

Rollstühle mit Stehfunktionen haben auch viele weitere Funktionen und Anpassungen:

  • Sitzsysteme sind bei einigen Modellen flexibel gestaltbar
  • Anti-Dekubitussitzkissen lassen sich einfach integrieren
  • Armlehnen sind am Rücken angebracht und lassen sich nach oben hochklappen
  • erweiterbare R-Net-Steuerung
  • Kinn- oder Kopfsteuerung.

Aber auch die Sitzposition bringt bereits einige Vorteile mit sich:

  • Erleichtert die Atmung
  • Verbessert die Druckentlastung bei längerem Sitzen
  • Entlastung lebensnotwendiger Organe
  • Verbesserte Durchblutung
  • Reduziert Verspannungen und Spastiken
  • Fördert die Knochengesundheit
  • Stärkung des Herz-Kreislauf-, sowie des Lymphsystems
  • Kräftigt das Stütz- und Bewegungssystem
  • beugt Einschränkungen von Gelenken vor

Elektrorollstuhl: Sitzsystem

Auch Sitzsysteme bieten eine Vielfalt an Möglichkeiten. egal, ob Standardsitze, Komfortsitze oder Spezialsitze mit Stehfunktion - durch die Vielfalt der Möglichkeiten ist eine Anpassung für jede Person dabei.

Standardsitzsystem: Diese bestehen oft aus einem Schaumstoffkissen. Sie werden mit einem Klett auf der Sitzfläche positioniert. Das Kissen besitzt keine spezielle Formung, diese kann jedoch bestellt werden. Auch der Rücken lässt sich anpassen. Jedoch ist die Bespannung nicht gepolstert. Das Standardsitzsystem bietet den Komfort, wenn der Rollstuhl keine dauerhafte Sitzmöglichkeit ist.

Komfort- oder Ergo-Sitze: Diese Kissen bestehen meist aus einem konturierten Schaumstoffkissen. So ein Kissen ist ebenfalls an die Rückenlehne gekettet. Der Vorteil dieser Kissen ist, dass sie durch die Konturierung einen besseren Seitenhalt und das Absorbieren der Stöße bieten. Der Grund dafür ist, dass sie dicker als gewöhnliche Kissen sind. Außerdem vermindern sie auch die Entstehung von Dekubitus. Die Verstellung von Sitzwinkel und der Rückenneigung kann elektrisch verstellt werden, wenn man diese Option gewählt hat. Sollte man diese Option nicht gewählt haben, so lassen sich diese Anpassungen nur mit Werkzeug ausführen.

Spezialsitze: Diese Sitzkissen passen sich optimal unterschiedlicher Behinderungsbilder an. Der Vorteil dieser Sitze ist, dass sie sich zusammen mit den Beinstützen, in eine waagerechte Position bringen lassen, sodass ein ausgestrecktes Liegen möglich wird. Mit einigen Sitzsystemen kann man sich auch in eine stehende Position bringen lassen.

Rückensysteme: Der Rücken sollte jedoch nicht vernachlässigt werden. Auch hier ist die Auswahl groß und kann an die Person angepasst werden. Die Wahl ist von der Nutzung und der Sitzhaltung beim Rollstuhlfahren abhängig. Wichtig ist, dass sich alles optimal der Sitzposition anpasst und eine gesunde und bequeme Haltung ermöglicht.

Elektrische Verstelloptionen: Auch hier ist die Auswahl groß und teilweise vom Hersteller abhängig. So kann sich durch eine elektrisch verstellbare Rückenlehne die Neigung der Rückenlehne verstellen. Es gibt auch Hersteller, die einen „mitlaufenden Rücken“ anbieten. Das bedeutet, dass wenn die Rückenlehne nach hinten verstellt wird, sich auch die Lehne etwas in Richtung Schulter bewegt. Elektrisch verstellbare Rückenlehnen gibt es mit oder ohne Biomechanik.

Was Sie jedoch im Hinterkopf behalten sollten, ist, dass elektrische Verstellmöglichkeiten Strom benötigen. Dies wirkt sich auf die Reichweite Ihres Elektrorollstuhls aus.

Elektrorollstuhl: Antriebsart

Die Antriebsart für einen Elektrorollstuhl ist nicht unerheblich. Letztendlich ist sie von den Nutzungswünschen der Person abhängig. Aus diesem Grund stellen wir Ihnen nun die Antriebsarten vor und zeigen Ihnen Unterschiede auf.

Mittelantrieb: sorgt für eine stabile und ruhige Position. Das kann zu einer Verringerung von Spasmen führen. Außerdem haben Rollstühle mit einem Mittelantrieb einen kleineren Wendekreis, da er sich auf der Stelle drehen kann. Das Drehen in engen Räumen ist möglich.

Frontantrieb: Mit diesem Antrieb und den großen Rädern können Kanten von bis zu 10 Zentimeter überwunden werden. Der Wendekreis ist hier ebenfalls klein und kompakt. Jedoch muss beim Wenden auf das Ausschwenken des Hecks geachtet werden. Außerdem dreht sich der Rollstuhl in einem Bogen.

Heckantrieb: Hierbei handelt es sich um die klassische Antriebsart. Besonders, weil hier auch hervorragende Fahreigenschaften aufgewiesen werden, auch bei hoher Geschwindigkeit.

Elektrorollstuhl: Zusätze

Auch Elektrorollstühle bieten eine Reihe an Einstellungsmöglichkeiten und Zusätze wie:

  • Seitenteil mit Armlehne, das breiten- und höhenverstellbar ist
  • Hochschwenkbare Fußrasten
  • Bürgersteighilfe
  • Einstellen von Sitztiefe und -neigung und Rückenwinkel
  • Verstellbare Rückenbespannung
  • Einklappbarer Rücken für besseren Transport
  • Licht und Blinker
  • Schirm, der bei Regen schützt
  • Getränkehalter
  • Abdeckung für den Rollstuhl
  • Federung
  • Fußsack zum Wärmen der Füße
  • Spritzschutz (schützt bei beispielsweise Pfützen)

Elektrorollstuhl und manueller Rollstuhl im Vergleich

Ob ein Elektrorollstuhl oder ein manueller Rollstuhl für Sie geeignet ist, sollten Sie in einer ausführlichen Beratung herausfinden. Natürlich hat ein manuell angetriebener Rollstuhl auch Vorteile gegenüber einem Elektrorollstuhl.

Beispielsweise:

  • Sie können sich Ihre Kraft erhalten
  • Ein manueller Rollstuhl ist außerdem leichter zu transportieren.

Vielleicht kommt für Sie auch ein Hybridmodell in Frage? Dabei handelt es sich um einen manuellen Rollstuhl, der mit einem elektrischen Zusatzantrieb ausgestattet ist. Auch der elektrische Zusatzantrieb kann über die Krankenkasse abgerechnet werden.

Dabei kann es unterschiedliche elektrische Hilfen geben. Entweder können sie gezogen werden, Unterstützung beim manuellen Antrieb erhalten oder eine elektrische Schiebehilfe für die Entlastung von Angehörigen.

Ein Elektrorollstuhl eignet sich jedoch dann, wenn man längere Strecken zurücklegen möchte und nicht die Kraft für einen manuellen Rollstuhl hat oder selbst in der Bewegung eingeschränkt ist.

Elektrorollstuhl: Beantragung

Die Kosten für den Rollstuhl sind von verschiedenen Faktoren abhängig:

  • Ausstattung
  • Zusatzfunktionen
  • Draußen Nutzung
  • Drinnen-Nutzung
  • Nutzung drinnen und draußen möglich
  • Faltbarer elektrischer Rollstuhl

Grundsätzlich sind diese Rollstühle jedoch teurer als manuell angetriebene Rollstühle. Zusätzlich kommen nach der Anschaffung auch noch Strom und Wartungskosten hinzu.

Elektrische Rollstühle können für Menschen mit Behinderung unter bestimmten Voraussetzungen zu mehr Lebensqualität beitragen. Bei einem elektrischen Rollstuhl handelt es sich um ein Hilfsmittel. Die Kosten für diesen werden von der Krankenkasse getragen. Damit diese von der Krankenkasse getragen werden, muss ein Antrag gestellt werden. Es wird eine ärztliche Verordnung benötigt. Wichtig ist eine Begründung des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin. Es sollte deutlich hervorgehen, warum ein manuell angetriebener Rollstuhl nicht ausreichend ist. Sollte der Antrag abgelehnt werden, besteht die Möglichkeit innerhalb der Frist einen Widerspruch einzulegen.

Ebenfalls brauchen Sie eine Verordnung mit der Hilfsmittelnummer des Rollstuhls, den Sie benötigen. Lassen Sie sich vorab in einem Sanitätshaus ausführlich beraten. Vor Ort können Sie auch einen Elektrorollstuhl ausprobieren. Holen Sie sich zusätzlich einen Kostenvoranschlag von dem Sanitätshaus. Achten Sie jedoch darauf, ob das Sanitätshaus mit Ihrer Krankenkasse zusammenarbeitet. Es kann auch sein, dass Sie ungebunden sind. Diese Informationen sollten Sie einholen, bevor Sie einen Antrag stellen.

Viele Sanitätshäuser werden Ihnen Rollstühle zeigen, die die Krankenkasse auch bezahlt. Sollten Sie ein anderes Modell wollen, so kann es sein, dass Sie eine Zuzahlung leisten müssen.

Viele Sanitätshäuser übernehmen den nachfolgenden Schritt selbst: Die Zusendung der Unterlagen an die Krankenkasse. Sollte Ihr Sanitätshaus dies nicht machen, so müssen Sie den Antrag an Ihre Krankenkasse senden.

Es kann jedoch sein, dass die Krankenkasse auf ein gebrauchtes Modell ausweichen möchte. Sollten Sie jedoch viele Zusätze benötigen, so kann es gut sein, dass Sie ein neues Modell erhalten.

Krankenkassen bezahlen in den meisten Fällen jedoch nur Elektrorollstühle, die 6 km/h fahren. Die preisliche Differenz müssen Sie selbst tragen, wenn Sie einen schnelleren Elektrorollstuhl wollen. Bei einer Geschwindigkeit von 6 km/h ist der Elektrorollstuhl auch noch in der Haftpflichtversicherung versichert. Bei schnelleren Elektrorollstühlen müssen Sie sich eine spezielle Versicherung suchen.

Auch die Stromkosten können unter Umständen von der Krankenkasse übernommen werden. Hierfür gibt es einen Stromkostenzuschuss. Informieren Sie sich in unserem Artikel: „Zuschuss der Krankenkasse für Stromkosten von Hilfsmitteln“.


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