Eine Frau sitzt auf der Couch mit ihrem Laptop auf dem Schoß und tippt etwas hinein | © Mikhail Nilov / pexels

Einfach per E-Mail bewerben

Die Bewerbung per E-Mail ist bei den allermeisten Unternehmen heutzutage Standard. Dabei handelt es sich im Grunde um eine schriftliche Bewerbung, die lediglich digital aufbereitet ist. Beim Anfertigen der E-Mail sollten hingegen noch ein paar weitere Dinge beachtet werden.

Auch wenn die Kommunikation über E-Mails grundsätzlich ungezwungener wirkt als per Brief, so bleibt die Bewerbung für einen Job davon ausgenommen. 

Eine gute E-Mail-Bewerbung macht also genauso viel Arbeit wie die Bewerbungsmappe. Der Vorteil für Sie ist natürlich die Ersparnis des Portos. Dafür können Sie jedoch gerade mit der E-Mail-Bewerbung in viele ungeahnte Fettnäpfchen treten.

  1. Ihr Absender

    Achten Sie auf einen seriösen Absender. Legen Sie sich für Ihre Bewerbungen am besten eine eigene E-Mail-Adresse an mit Ihrem Vor- und Nachnamen. Die berühmten Nicknamen beziehungsweise Pseudonyme oder nur der Vorname als Absender-Adresse haben im Geschäftsleben nichts verloren. Oder wie würden Sie denken, wenn Sie Bewerbungsunterlagen mit dem Absender Schnuki@...de oder tinchen@...com erhalten?

  2. Die Betreffzeile

    Eine aussagekräftige Betreffzeile ist schon deshalb erforderlich, damit Ihre E-Mail beim Eingang nicht gleich im Spamfilter hängen bleibt. Ab besten schreiben Sie im Betreff direkt, worum es geht: „Bewerbung als …“.

  3. Formatierung im E-Mail-Text

    Sie können nicht wissen, welches Mailprogramm der*die Empfänger*in verwendet und ob dieses mit Ihren Formatierungen zurechtkommt. Verzichten Sie daher auf Formatierungen und verwenden Sie eine gängige Schriftart sowie geeignete Schriftgröße zwischen 12 und 14.

  4. Die Datei-Anhänge

    Grundsätzlich schicken Sie Ihre gesamte Bewerbung, inklusive Anschreiben und Lebenslauf mit dem Anhang mit. Damit die E-Mail nicht leer bleibt, sollten Sie von Ihrem Anschreiben eine verkürzte Version in die E-Mail schreiben und so neugierig auf die gesamte Bewerbung im Anhang machen.

  5. Vorsicht vor zu großen Datei-Anhängen

    Zwar können heutzutage Anhänge mit mehr 20 MB verschickt werden, dennoch sollten Sie darauf achten, dass Ihre Bewerbungsdatei nicht zu groß wird. Andernfalls kann es passieren, dass Ihre E-Mail nicht ankommt.

  6. Anlagen nicht „verpacken“ oder einzeln versenden

    Auch wenn dies verlockend sein mag, um die zu große Bewerbung doch per E-Mail zu verschicken zu können: Kein*e Personaler*in wird sich die Mühe machen und sich eine Software herunterladen, um Ihre Bewerbungsunterlagen wieder zu „entpacken“. 

    Dasselbe gilt auch für mehrere verschiedene, einzelne Anlagen (eventuell sogar noch in unterschiedlichen und unüblichen Formaten) in der E-Mail oder gar für Bewerbungen, die über zwei oder mehr E-Mails verschickt werden, damit alles „reinpasst“. Diese Art der E-Mail-Bewerbung wird von den Recruiting-Verantwortlichen als unprofessionell eingestuft und nicht selten ungeöffnet gelöscht.

    Es sind am Ende nur kleine Details – die jedoch einen großen Eindruck hinterlassen können. Und das am besten im positivsten Sinne. Viel Erfolg!